Bauvorhaben: Schulbauprojekte im Jahr 2018
Märchen aus Benin: Märchensammlung
Don Zoukoutoudja

Nicht weit, nur etwa 7 km von Tanwe-Ouassa entfernt, liegt das Dorf Don Zoukoutoudja mit etwa 2000 Einwohnern.
Auch hier herrscht die kleinbäuerliche Struktur vor und die Bevölkerung lebt ausschließlich von der Landwirtschaft.
Es werden vor allem Mais, Maniok, Erdnüsse und Bohnen angebaut. Auch Ölpalmen, aus deren Nüsse das Palmöl ge-
wonnen wird, wachsen auf den Feldern. Wenn die Ernte es erlaubt, verkaufen die Menschen davon an der Straße oder auf den umliegenden Märkten. Von dem Geld, das sie einnehmen, können sie für ihre Kinder ein Heft oder einen Stift
für die Schule kaufen, oder für den Neujahrstag einen Stoff für ein neues Kleid.
Die Grundschule B in Don Zoukoutoudja bestand 2009 nur aus provisorischen Behelfsbauten.
Don Zoukoutoudja besitzt zwei Grundschulen, die weit auseinander liegen. Es sind staatliche Schulen und somit müssen die Eltern für die Ausbildung ihrer Kinder kein Schulgeld bezahlen. Auch eine Schuluniform ist in Benin an den staatlichen Schulen nicht vorgeschrieben, denn viele der Eltern könnten sich dies aufgrund der oftmals großen materiellen Armut auch nicht leisten.
In der Grundschule A konnten die Kinder bereits in drei festen Klassenzimmern unterrichtet werden.
Die Grundschule B besuchten seit Schulbeginn (am 1.Oktober 2009) 292 Schüler - 130 Mädchen und 162 Jungen.
Sie wurden von fünf Lehrern in fünf Klassenzimmern unterrichtet.
Der Zustand dieser Behelfsbauten erfüllte die Anforderungen eines menschenwürdigen Unterrichts in keiner Weise.
Die Klassenzimmer waren notdürftig aus Palmwedeln mit Dächern aus Elefantengras errichtet. Nur ein Klassenzimmer besaß ein Dach aus Wellblech und das sechste Klassenzimmer war 2008 in der Trockenzeit komplett abgebrannt.
Es gab für die vielen Schüler auch viel zu wenige Schulbänke.
Dr. Mensah W. Tokponto und Ute Pohlmann bei ihrem Besuch in Don Zoukoutoudja.
Bei ihrem Aufenthalt in Benin von Dezember 2009 bis März 2010 besuchte Ute Pohlmann das Dorf zusammen mit
Dr. Mensah W.Tokponto. Es war ein sehr heißer und windiger Tag in der Trockenzeit mit über 30 Grad im Schatten.
Der Staub setzte sich in alle Ritzen und behinderte die Kinder sehr stark beim Atmen. Nicht nur in der Regenzeit ist hier
der Unterricht sehr stark beeinträchtigt, auch in der Trockenzeit haben die Kinder unter den extremen klimatischen Bedingungen zu leiden.
An diesem Tag teilten die beiden den Lehrern, den Schüler und der ganzen Dorfbevölkerung mit, dass dank der Spenden drei neue Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer gebaut werden können. Es brach ein unbeschreiblicher Jubel aus und schließlich konnte schon im Januar mit den Bauarbeiten begonnen werden.
 
Viele Männer aus dem Dorf beteiligten sich beim Ausheben der Fundamente und diesmal bauten wir die drei Klassen-zimmer in einem Gebäude mit einem angegliederten Lehrezimmer. Der Rohbau wuchs. Bis Anfang März standen die Mauern, dann wurde das Dach errichtet und die Außen -und Innenwände verputzt und gestrichen.
Ende Mai 2010 konnten drei Klassen ihre neuen Räume beziehen und nun ist der Unterricht endlich auch während der Regenzeit möglich!


Die Freude über die drei neuen Klassenzimmer ist nicht zu beschreiben und viele der Schüler wollten mithelfen!
Der Rohbau der drei Klassenräume und des angeschlossenen Lehrerzimmers ist fertig!
Im Dezember 2010 wurden die ersten drei Klassenzimmer feierlich eingeweiht. Während des Festes teilten Ute Pohlmann und Dr. Mensah W. Tokponto der Dorfbevölkerung mit, dass dank der Spenden drei weitere Klassenräume errichtet werden können. Bereis in Januar 2011 wurde mit dem Bau begonnen und kurz vor Beginn der Regenzeit konnten die neuen Klassenzimmer zur großen Freude der ganzen Dorfgemeinschaft bezogen werden.
Der Bau der neuen Klasssenzimmer für die sechsklassige Grundschule ist kurz vor der Fertigstellung.
Geschafft! Der Neubau des vierten, fünften und sechsten Klassenzimmers ist fertig!
Die neuen Klassenräume werden feierlich eingeweiht!
Der Bürgermeister von Zogbodomey, Ute Pohlmann, Dr. Mensah W. Tokponto und der Schulrat des Bezirkes.
Bei der Einweihung erzählten diese beiden Musiker von der Zusammenarbeit ihres Dorfes mit SONAFA
und spielten die Entwicklung symbolisch nach. Hier werden die ersten Mauern der neuen Schule errichtet!
Die Sommerrainschule Schorndorf und die Staufer-Realschule Waiblingen haben durch Sponsorenläufe das Geld für den Bau zweier kompletter Klassenzimmer für die neue Schule von Don Zoukoutoudja gesammelt! Wir bedanken uns herzlich im Namen der Schüler von Don Zoukoutoudja für diese großartige Spende und das Engegement der Schüler, Lehrer, Schulleiter und all der Spender dieser Sponsorenläufe. Zur Erinnerung an die Schüler und die Schulen in Deutschland und vor allem auch als Ausdruck des Dankes wurden nun die Schriftzüge "Sommerrainschule Schorndorf" und "Staufer-Realschule Waiblingen" an den Stirnseiten der Klassenräume angebracht.
 
Glücklich über die neue Schule - der Schulleiter der Grundschule in Don Zoukoutoudja, Xavier Germain Sossou.
 

Der große Karton hier wurde vom Klassenlehrer und den Kindern der 1.Klasse bisher als "Schrank" genutzt.
Ein Schüler musste ihn jeden Morgen aus einer Hütte im Dorf holen und ihn abends wieder dorthin zurücktragen.
Wir haben nun einen Schrank einbauen lassen, denn neben der täglichen Mühe mit dem vollen Karton werden
die Bücher ungeschützt oft von Termiten angefressen.